Ziele und Perspektiven

Schwerpunkt des schulischen Medieneinsatzes ist weiterhin die Arbeit mit Texten, mit bildlichen Darstellungen (Kunst), grafischen Darstellungen (Karten, Diagrammen, Schaubildern).

Aber auch neue Medien sollen integriert werden. Schon jetzt stehen fast allen Familien Computer zur Verfügung, an denen Kinder spielen, kommunizieren und arbeiten können. PC und Internet ergänzen nicht nur die traditionelle Mediennutzung, z.B. um zusätzliche, ggf. sonst nicht verfügbare Informationen und Materialien, sie verändern die Mediennutzung substanziell durch neue Möglichkeiten der Kommunikation und der Medienproduktion.

Welche Verbesserung des Unterrichts wird angestrebt?

 Neue Medien bereichern den Unterricht:

  •  z.B. durch selbständige Informationsbeschaffung der Kinder,
  • sie erleichtern die innere Differenzierung,
  • Fördermaßnahmen werden motivierender,
  • ggf. können Kinder mithilfe der Tastatur Lesen- und Schreibenlernen,
  • der Austausch mit Partnerklassen in der eigenen Schule, der Region sowie mit Partnerschulen im Ausland wird erleichtert und intensiviert,
  • Unterrichtsergebnisse können im Netz veröffentlicht werden.

Mit welchen Unterrichtsmethoden sollen Computer eingesetzt werden?

Im Vordergrund des Computereinsatzes steht die Nutzung des Computers als Werkzeug, etwa zum Schreiben und Gestalten von eigenen Texten, zum Arbeiten mit Lernsoftware, oder auch zur Kommunikation und Informationssuche im Internet. Die Schülerinnen und Schüler sollen grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit dem Netz besitzen, lernen Wege kennen zur gezielten Informationsbeschaffung z.B. für Referate oder um eigene Texte in Schulzeitung oder der Schul- Homepage zu veröffentlichen.

Zu den wichtigsten Computerprogrammen gehört deshalb die Textverarbeitung. Im Sinne zeitgemäßer Grundschulpädagogik geht es dabei darum, ergebnisorientiert und in Sinn- und Sachzusammenhängen Produkte mit Gebrauchswert zu erstellen, wie Briefe, Einladungen, Projektmappen, Ausstellungen u.a.m.. Insofern erweitert der Einsatz von Computern die methodischen Möglichkeiten des modernen Grundschulunterrichts.

Die Kinder schreiben gern mit dem Computer. Ihre Texte können jederzeit korrigiert werden und mit der automatischen Rechtschreibkorrektur kann man sich auch selbst helfen. In der täglichen Praxis stellt sich heraus, dass die Kinder durch die Nutzung von Textverarbeitungs-programmen unbefangener und mit großer Kreativität Texte verfassen. Die Entlastung von der Sorge, unerwünschte Fehler zu erzeugen, ist gerade für die Kinder mit Lernschwierigkeiten von großer Bedeutung.

Über Textverarbeitungsprogramme hinaus können lehrwerksunterstützende Software (Mathe 2000, Pusteblume), Multimedia- Produkte sowie Trainingsprogramme eingesetzt werden. Bei den erwünschten CD- ROMs handelt es sich um multimediale Lexika und Informationsmedien wie Löwenzahn sowie ausgewählte Lernspiele. Sie dienen der selbständigen Informationsbeschaffung sowie dem gemeinsamen Anwenden und Vertiefen von Kenntnissen und Fertigkeiten in Teams.

Trainingsprogramme werden in kurzen Zeitabschnitten zur Automatisierung von bereits erworbenen Techniken und Strategien, z.B. dem Einmaleins verwendet. Diese Programme werden keinesfalls losgelöst vom Unterrichtsgeschehen eingesetzt, sondern in Übungen stehen in einer Beziehung zum Wochen- oder Arbeitsplan, Software und Aufgabenstellungen werden individuell ausgewählt.


Dies soll auf drei Wegen geschehen:

  • Medienecken in Klassen und Gruppenräumen
  • Ggf. Notebookpool für Kurse und Fortbildungen
  • Medienzentrum in der Bibliothek

Welche Rolle spielt das Internet?

Das Internet wird von den Schülerinnen und Schülern im Wesentlichen für drei Verwendungen genutzt:

  • Gezielte Recherche, nach Texten, Bildern, Zeitungen für Unterrichtsprojekte und im Rahmen der Werkstattarbeit. Effektive Nutzung von Suchmaschinen, vergleichende Bewertung der Informationen;
  • Kommunikation per e- mail und chat, erleichterte und häufigere Kontakte zu Partnerschulen, Austausch mit Klassen im Intranet;
  • Produktion von Texten, Präsentation von Unterrichtsergebnissen und Schulzeitung auf der Homepage (www.grundschule-nordholz.de).
  • Zunehmend werden netzgestützte Programme wie der Lernserver bedeutsam. Damit haben z.B. Kinder mit Lese-Rechtschreibproblemen die Möglichkeit, selbstständig, in der Schule ebenso wie zu Hause, Trainingsprogramme zu absolvieren und zu evaluieren.

Einbindung in das Schulprofil

Der bewusste Umgang mit Medien, die unterrichtliche Auseinandersetzung mit klassischen und neuen Medien ist eine Selbstverständlichkeit für alle Schulen, unabhängig vom jeweiligen Schulprofil. Für unsere gesundheitsfördernde Grundschule mit den Elementen „bewegte Schule“ und „Umweltschule“ bieten insbesondere die neuen Medien interessante Möglichkeiten der Weiterentwicklung des eigenen Schulprofils, des Austausches mit anderen Schulen gleicher Profilierung. Sie erleichtern die Vernetzung der Schulen auf der Ebene der Kinder sowie der Lehrkräfte. Dies gilt besonders für die BLK- Initiative N-21, an der wir beteiligt sind.